Umzug nach Hannover Teil I

So, nachdem die Homepage umgestellt ist, möcht ich doch mal kund‘ tun, was mir meine Ausbildungsplatz (zum Dipl. Wirtschaftsinformatiker (BA)) beschert hat:

Nach einiger Suche im Internet hatte ich nun eine Wohnung gefunden.
2-Zimmer (+ Diele, Bad und Küche), 45m² für 300 € warm.

So weit, so trocken.
Bei der ersten Besichtigung war alles wunderbar (das war irgendwann Anfang Juli).
Mitte Juli bekam ich dann die Schlüssel, obwohl der Mietvertrag erst am 1.8.2005 beginnen sollte.

Bei der Schlüsselübergabe begann das Grauen jedoch schon.
Die Küchenwand, in der die Versorgunsleitungen ins nächste Stockwerk gehen (ich wohne im Erdgeschoss) hatte Schimmelflecken.

O-Ton vom Vermieter: „Das ist entweder Löschwasser oder ein undichtes Rohr, dass mus man beobachten“.
Das es eine Brandwohnung war, dass wusste ich (also alles schön renoviert).
Wie sich jedoch später heruasstellte lag der Brand fast ein Jahr lang zurück.
Also konnte es kein Löschwasser sein.

Nun denn.
Badezimmer war auch noch nicht neu gemacht worden, aber was solls.
„Wird noch“.
Mit diesen Worten verabschiedete sich erstmal mein Vermieter in den Urlaub.

Nunja, muss man halt gucken; Ich begann langsam mit dem Umzug.
Als eine Woche später der Schimmel sich eher ausgebreitet hatte als geschrumpft war konnte ich doch endlich jemanden von der Vermietungsgesellschaft davon überzeugen, dass sich mal ein Monteur aufmacht.
Der fand wohl auch ein Loch und flickte es…..

Nach langem warten (es war mittlerweile Ende Juli) hatte sich noch immer kein Handwerker gemeldet……
Nach vielen Telefonaten kam dann immerhin die Telefonnummer des Unternehmens zu Tage, welches mein Bad neu machen sollte.
Dies lies sich aber erst nach vielen Telefonaten davon überzeugen, auch mal anzufangen.

Am 28. 7. rückte endlich der Fliesenleger an.
Um 7:30 morgens.
Naja, nicht mein Problem. Ich war in der Nacht mit nem Kumpel von zu Hause gegen halb drei losgefahren.
Auf jeden fall war der Kerl sich nicht zu fein direkt mal Randale zu machen und kloppte alle Fliesen raus.
Um 8:00 hatte er wohl auch keinen Bock mehr auf Hammer&Meisel.
Also mal ganz geschmeidig die Hilti ausgepackt 😀

Da ich mich noch beim Amt ummelden wollte ging ich um kurz vor 8:00 ausm Haus.
Ich stand gerade vorm Haus da kam der Handwerker herausgerannt und stammelte in gebrochenem Deutsch was von Küche und Wasser (unnötig zu erwähnen dass die Schimmelflecken noch weiter gewachsen waren…)
Als ich dann in die Küche kam sah es doch schon recht ‚interessant‘ aus.
In der Mitte des Raumes war eien Tapetenbahn heruntergekommen und auf dem Boden stand ein Eimer.
In den lief es von der Decke wie von einem halb aufgedrehten Wasserhahn.
Tolle Wurst.
Also erstmal den Hausanschluß abgedreht.
Mir isses doch egal ob ich kein Wasser hab. Ich hatte eh noch nirgends Wasserhähne. Und wenn einer kräht soll er sich an die Vermietungsgesellschaft wenden.
Also ich vom Wasserabdrehen wieder nach oben kam sprang auf einem auch ein Elektriker in der Wohnung umher der eigentlich nur den (neuen) Herd anschließen wollte.
Davon nahm er bei den Wassermassen dann doch erstmal abstand und inspizierte die Wasserleitungen im Keller.
Er fand, dass es dem Rest des Hauses gegenüber nett währe, wenn nur die Steigleitung durch meine Wohnung abgedreht wird… Nun ja.
Hauptsache es läuft kein Wasser mehr aus meiner Decke….

Er schloß den Herd an und verschwand.

Es tauchte noch ein Handwerker auf, der ausmaß wie groß die Spühle werden sollte, der hatte mit dem Rest aber nix am Hut und verschwand auch wieder (ohne Infos wann er denn die Spühle liefern wollte).

Nun begann der Spaß mit der Vermietungsgesellschaft erst recht…..
Schonmal vor 9:00 Uhr in Niedersachen versucht jemand kompetentes ans Telefon zu bekommen?
Nur Notbesetzungen……
Es soltle aber noch am selben Tage ein Monteur kommen. Schön.
Es wurde Mittag, der Flieseleger war so weit fertig und verschwand, aber von einem Monteur weit und breit nichts zu sehen.
Nach diversen Telefonaten stellte sich heraus, dass um 13 Uhr die Mutter des Mieters über mir kommen sollte und dem Monteur einlass gewehren sollte.
Natürlich kam selbige nicht….
Der Monteur saß draußen dumm rum. Wir unterhielten uns etwas und er sortierte seine Werkzeugkisten.
Das war aber auch schnell getan.
Und dann gammelt wir alle rum….

Dem Cheffe von meinem Monteur wurde das lange warten wohl irgendwann zu bunt und war drauf und dran eine Sicherheitsfirma zu rufen um die Tür aufbrechen zu lassen.
Die Vertretung der Vertretung der Vertretung der Vermietungsgesellschaft verhinderte dies jedoch gekonnt, da keine ‚Gefahr im Verzug war‘.. blabla…jaja.

Um 16:30 kam dann doch endlich der Besitzer der Wohnung über mir und das Leck wurde notdürftig geflickt….

Eigentlich dachte ich ja dann, es wären alle weg.
Aber nein; falsch gedacht.
Um 17:30 kam der Fließleger samt Monteur an und zeigten die ganze Situation dem Cheffe.
Der war auch etwas erstaunt meinte aber „morgen wird ihr Bad fertig. Und das hier [in der Küche] regeln wir auch“.
Das „regeln“ bestand dann aus dem neu eingipsen der Eckventile der Spühle… (Die waren etwas sehr wackelig und da war wohl bei dem Kerl über mir die Leckage)

Ich war mit meinem Kumpel dann noch am Abend grillen und der nächste Tag wurde dann noch lustiger……

Eine Antwort auf „Umzug nach Hannover Teil I“

  1. YEAH!

    wenn das mal keine geile aktion war.
    der nerd über dir und vor allem der coole handwerker

    man man man – kann das so schwer sein? Danke XYZ (Keine Namen Anm. admin)

    p.s.: GRILLEN HAT GEROXXT!
    (auch wenn es nachher anfing zu regnen und wir nach dem grillen nicht satt waren und zu McD gefahren sind :P) unvergesslich..

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