Mörderische Dinnerparty – Die Stimme aus dem Jenseits

Vor einiger Zeit bekam ich Wind von diesen Spielen, als mein Cousin eines dieser Spiele von Freunden zum Geburtstag bekommen hat.

Die offizielle Seite des Spiels gibt einen kurzen Einblick worum es geht, aber auch die Rezensionen bei Amazon sind hilfreich.

Es folgt eine kurze Beschreibung des Spiels:

Das Spiel ist für 6-8 Personen ausgelegt, die Box enthält eigentlich auch alles, was man dazu benötigt: vorgedruckte Einladungen, Rollen- bzw. Dialogheftchen für jeden Charakter, Platzkarten, den Party-Planer (für den Gastgeber) und „Geheime Hinweise“. Außerdem liegt eine Audio-CD bei, sie begleitet durch das Spiel.

Ziel des Spiels ist die Aufdeckung des Mordes an Lord Facelift; das Spiel ergibt eine recht nette Geschichte mit teilweise lustig-skurilen Charakteren.

Die Gäste erhalten eine Einladung in der ihnen ein Charakter zugewiesen wird und erfahren in einem knappen Satz etwas über die Rolle (mit Kostümhinweis), die sie im Mordfall übernehmen. Wer unter den Gästen allerdings der Mörder ist bleibt ein Rätsel für alle (incl. Gastgeber), auch die betroffene Person erfährt es erst ganz am Ende: es bleibt also für alle spannend!

Die Gäste erhalten dann am Abend selbst ihr Rollenheft. Es werden reihum Hinweise von den verschiedenen Gästen eingebracht, die die Diskussion um den Mörder erhält dadurch nette Wendungen – es werden immer mehr Details über die Verdächtigen aufgedeckt, so dass am Ende jeder der Mörder sein könnte.

Die ganze Aufklärung des Mordfalls ist um ein 3-Gänge-Menü konzipiert, im Party-Planer gibt es auch einen Menüvorschlag samt Timingübersicht; ich selber habe mich nicht an den Vorschlag gehalten. Allerdings sollten wirklich Gerichte ausgewählt werden, die so gut wie komplett vorbereitet werden konnten. Meine Vorspeise war ein Feldsalat (süß-saures Passionsfruchtessig-Öl Dressing) mit Räucherlachs und in Knoblauch angebratenen Scampis. Der Hauptgang gestaltete sich aus der Spinat-Feta-Lasagne von chefkoch.de, die bereits ausfühlrich hier im Blog besprochen wurde. Als Nachtisch gab es Diplomatencreme. So musste ich lediglich bei der Vorspeise ein wenig Zeit mit dem Anbraten der Scampis und dem Anrichten auf den Tellern verbringen und die Lasagne vom Timing her ein wenig dem Spiel anpassen…

Das Spiel hat uns allen Spaß gemacht, die Kostümierungen der Gäste waren auch sehr gelungen und wirklich amüsant! Ich persönlich habe allerdings noch ein wenig mehr vom Spiel erwartet, aber zufrieden war ich im Endeffekt doch 😉

Das Spiel selbst kann man jedoch leider nicht zweimal spielen und zwar aus mehreren Gründen:
– man weiß, wenn man einmal mitgespielt hat, wer der Mörder ist.
– das vom Spiel mitgelieferte Zubehör (die Einladungen werden handschriftliche ausgefüllt, und auch in die Rollenheftchen sollen am Ende Notizen gemacht werden) wird „verbraucht“. Man müsste theoretisch also Kopien anfertigen, aber das wiederum sieht wirklich nicht toll aus.

-> …und das bei einem Preis von ca. 35 Euro für das Spiel.

Ein weiterer Kritikpunkt, der uns aufgefallen ist: wir haben das Spiel zu sechst gespielt. Der Partyplaner sieht 6 „Hauptverdächtige“ vor, mitspielen können bis zu 8 Personen, es gibt also 2 Charaktere, die „nicht so wichtig“ sind.
Bei unserem Spiel fiel uns kaum auf, dass Personen gefehlt haben. Ich habe als Gastgeber an den entsprechenden Stellen im Spiel (steht im Partyplaner) deren geheime Hinweise eingebracht – sie kommen also gar nicht als Mörder in Frage und werden auch in den Dialogen, die zwischendurch gelesen werden, so gut wie gar nicht benötigt. Die Gäste, die diese Rollen spielen, erfahren das natürlich alles nicht (sollen es auch nicht!), schade ist es aber trotzdem!

Insgesamt hatten wir aber wirklich einen sehr netten Abend, vielleicht kann man so etwas noch einmal wiederholen, es gibt ja weitere dieser Mörderischen Dinnerparty-Spiele mit anderen Mordfällen und Hauptverdächtigen 🙂
Darüberhinaus würde ich eine Mörderische Dinnerparty wahrscheinlich auch irgendwann mal wiederholen. Das Manko dabei bleibt allerdings der Preis!

Einen kleinen Einblick in unseren Abend bieten die folgenden Bilder, teilweise auch in sepia und s/w:

Eine Antwort auf „Mörderische Dinnerparty – Die Stimme aus dem Jenseits“

  1. Ein sehr gelungener Abend, ja.
    Und ich war nicht der Mörder, auch wenn es alle dachten. *g*

    Das Essen war auch sehr gelungen und lecker 🙂

    Die Kritikpunkte wurden schon genannt.
    Das Spiel ist eben mehr ein geleitetetes Rollenspiel. Insgesamt also sehr nett und bei einehm ähnlichen Spiel kommen alle von Anfang an damit klar.

    Widerholungswürdig!

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