Restaurant: Karibiko Barbeque (Krefeld)

Als Hobbykoch und Freund von gutem Essen besucht man ab und zu auch mal ein Restaurant. Gestern Abend war ich im Karibiko Barbeque in Krefeld und möchte heute meine Eindrücke schildern.

Über den Karibiko-Gutschein, den Carin und ich von einigen Freunden zu unserem Geburtstag geschenkt bekommen haben, haben wir uns sehr gefreut. Einen Tisch hatten wir uns dann für Gestern Abend bestellt…

Anfahrt:
Das Restaurant befindet sich auf der Philadelphiastraße und ist mit Auto und auch per ÖPNV gut erreichbar; vom Krefelder Hauptbahnhof läuft man 5 Minuten. Parkplätze sind eher rar. Findet man auf der Philadelphiastr. selbst nichts, gibt es aber einige Seitenstraßen mit Parkmöglichkeiten. Ein großer Parkplatz in der Nähe ist mir jedenfalls nicht aufgefallen.

Das Restaurant:
Das Restaurant ist sehr schön und stilvoll eingerichtet, es passt alles zusammen. Ein Karibikflair wird durch die Gestaltung der Wände und Decken sofort vermittelt, als Untermalungsmusik lief ein wenig südländische Musik, teilweise auch aus dem Radio bekannt, die vielleicht sogar ein wenig „Urlaubsstimmung“ aufleben lassen kann; bei mir war das allerdings nicht der Fall. Die Toiletten waren in Ordnung. Auch hier fiel mir die Dekoration und die Wandbemalung sofort ins Auge.

Das Konzept:
Das Konzept von Karibiko sieht folgendermaßen aus: Jeder Gast erhält zunächst eine Speisekarte. Danach wählt man ggf. ein Getränk aus und entscheidet sich, ob man das Buffet einmal besuchen möchte (One-Way, kostet ca. 10 Euro) oder mehrere Male gehen möchte. Letztere Option kostete gestern 16,90 € (wobei der Preis Wochentagabhängig ist, teilweise gibts das auch für 15,90€). Man erhält dann auch schon bald ein kleines Körbchen mit Brot, dazu gibt es einen leckeren Dip. Es gibt für jeden Gast, der das Buffet nutzt kleine Holztabletts. In jedem Holztablett befindet sich ein Loch, welches für die Porzellanschüssel vorgesehen ist, mit der man am Büffet vorbei geht. Außerdem wird auf dem Tablett Tisch- und Platznummer vermerkt, was wichtig für die Kellner ist. Nun geht man – nachdem man sich für eine der (ich glaube) sieben Marinade entschieden hat und die Kellnerin dies mit einem Stift auf dem Tablett vermerkt hat – mit seinem Tablett ans Buffet. Man schaufelt sich nun alle Zutaten, die man gerne hätte in sein Schälchen, gibt das anschließend beim Grillmeister ab und setzt sich wieder auf seinen Platz. Die Zubereitung mit der Marinade erfolgt am Grill (es handelt sich dabei um eine Metallplatte) – anschließend wird das Essen von der Kellnerin ganz normal serviert. Marinadenändern ist natürlich ohne Problem möglich.

Das Essen:
Das Buffet ist sehr groß, es wird kaum langweilig. Es gibt zudem 7 oder 9 Marinaden (ich weiss es nicht mehr genau). Ich selbst habe 5 probiert. Mein Favorit war Marinade Nr. 3 („Puerto Rico“?). Das Buffet ist in drei Teile gegliedert, gestern habe ich unter anderem (ich erinnere mich leider nicht mehr genau an alle Zutaten) folgende Sachen gefunden

  1. Grünzeug und Gemüse: Chinakohl, Zwiebeln, Pilze, Broccoli, Mais usw.
  2. Beilagen und Früchte: Kartoffeln (3 Sorten), Nudeln (3 Sorten) und jede Menge Früchte: Mangos, Melonen (mehrere Sorten), frische Ananas (hervorragend!!!) usw.
  3. Fleisch und Fisch: Strauss, Büffel, Bless-Bock (?), Känguru, Geflügel (3 Sorten), viele Sorten von Fischfilet, Meeresfrüchtesalat, Tintenfischringe und Gambas (ungeschält).

Man füllt sich die zumeist rohen und ungwürzten/unmarinierten Sachen in sein Schüsselchen und lässt es auf dem Tablett dann am Ende des Buffets beim Griller stehen, der die Sachen mit der Marinade dann zügig durchgrillt. Nach spätestens 10 Minuten (geschätzte 4-5 Minuten) hat man sein Essen gegart wieder vor sich. Die Zeit zwischen Buffetgang und Servierung ist eigentlich eine optimal eingelegte Essenspause.

Qualitativ war ich vom Essen auch sehr begeistert, man muss sich lediglich durch die Marinaden durchprobieren, bis man herausgefunden hat welche wie schmeckt und was wozu passt bzw. wie man was kombinieren kann.

Die Bewertung:
Tolle Idee, tolles Konzept. Wie mir jemand erzählte ist das wohl auch nicht das einzige Restaurant dieser Art, es gibt sowas wohl schon etwas länger. Der Abend war gelungen, es hat sehr lecker geschmeckt. So zu Essen stellt eine gute Abwechslung dar, zumal das Essen durchaus nicht ungesund ist. Der Kreativität sind in Sachen Kombination keine Grenzen gesetzt. Und bis man auch mal alle Zutaten durch hat braucht man auch seine Zeit. Kombination von verschiedenen Fleischsorten hat leider wenig Sinn, da man das Fleisch nachher nicht wiedererkennt – und es ist doch zu schade, wenn man schon in den Genuss zu kommen Büffel und Känguru zu probieren und nachher auf dem Teller nicht mehr zu wissen was denn nun was war… Also lieber öfter gehen und kleiner Portionen machen, neue Kombinationen ausprobieren.

Das Fazit:
Wer mal was anderes als das übliche Standard Wiener-Schnitzel mit Pommes aus der gut bürgerlichen Kneipe im Dorf oder der Pizza Margherita vom Italiener gegenüber essen möchte, dem wird bei Karibiko in Krefeld eine gute Abwechslung geboten. Zu einem fairen Preis kann man sich am großen Buffet richtig austoben und nach Kombinationslust und Marinadenlaune ordentlich satt essen, spätestens nach 2 Schälchen hat man den Dreh mit Kombinationen und Marinaden raus.

Kurz noch ein paar Fakten:

  • Bedienung war sehr schnell, freundlich und zuverlässig
  • Essen war qualitativ sehr gut
  • Preis-/Leistungsverhältnis beim Essen stimmt, Getränke sind m.E. über dem Durchschnitt (o,3L Cola 2,20 €)
  • Tip: Die kleine, aus 4 Cocktails bestehende Cocktailkarte lohnt sich. Die Cocktails schmecken sehr lecker!

Die offizielle, aber leider kaum informative Homepage vom Karibiko gibt es hier.

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