[Kritik] I Am Legend

I Am LegendNach langer Zeit verschlug es auch mich mal wieder in’s Kino. Die letzten Trailer machten Lust auf I Am Legend.

Der Start des Films war auch in Ordnung und vor allem die Aufnahmen des verlassenen Ney Yorks und der Zurückeroberung der Natur machten einen sehr guten Eindruck.
Die erste Enttäuschung war jedoch die Löwenjagd. Frau Löwin brachte es fertig ohne einen Tropfen Blut ein Reh für Herr Löwe und Sohnemann zu erlegen.
Was soll das? Wird es harmloser wenn kein Blut mit von der Partie ist? Ich finde es einerseits nur lächerlich (nicht das ich jetzt eine Splatterszene erwartet hätte) und andererseits sehr „verharmlosend“. Das Tier wurde nunmal getöt und ist tot (Nichts mit reparieren, Nr. 5).

Die Ernüchterung über den Film kam jedoch vor der Mitte des Films.
Ein klassicher Zombiefilm ohne Schnickschnak. Zumal die Zombies doch sehr an eine Mischung aus „The Hills have eyes“ und den Reapern aus Blade3 erinnern. Nerviger Weise taucht dann auch noch eine Gott-wird-uns-alle-retten-Frau auf die den Film in die selbe Kategorie wie Krieg der Welten wirft.
Will Smith versucht sich zwar an einem kraftlosen „nichts ist gelaufen wie geplant. Es gibt keinen Gott“ aber dieses Bild bröckelt auch recht schnell.
Insgesamt wirkt der emotionale Teil von Will Smith recht aufgesetzt auf die Story (Oh wir haben ne klassischen Zombiefilm, jetzt müssen wir noch was für die Frauen tun). Der Film hätte es auch ohne Nervenzusammenbruch getan.

Er bringt sich am Ende des Filmes mit einer Granate selber um und das Heilmittel wird zur Überlebenenkolonie gebracht. Praktischerweise leuten auch die Glocken als sie dort ankommen.

Insgesamt bin ich schwer enttäuscht und bin vor allem für ein neues Film-Siegel. Neben den P-Ratings, Raubkopiererkinderschänderterroristenverbrecher-Warnungen und den FSK-Siegeln ist sicherlich auch noch Platz für „Dieser Film enthält in weiten Teilen die Lobpreisung Gottes“. Dann weiß ich wenigstens vorher auf was ich mich einlasse.

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