[Test] iTeufel Bone – Der Knochen für den iPod.

In diesem Moment steht der „Knochen“ – wie ich ihn nenne – neben meinem Laptop und ich höre über meinen iPod (G6, 160GB) eine Runde Blues. Ich besitze das gute Stück nun seit genau 8 Tagen, habe ihn in der Zwischenzeit auch einigermaßen ausprobieren können.  Das kleine Gerät gibts zur Zeit bei der Firma Teufel für 49€.

Vorab muss ich anmerken: ich habe keinerlei Erfahrungen mit vergleichbaren Produkten die in Foren oder sonst wo im Internet diskutiert werden (Beispielsweise iPod-Stationen von Logitech, Bose, JBL etc.). Was ich allerdings sagen kann: der kleine Knochen von Teufel ist mit 49€ (seit kurzem reduziert) außerordentlich günstig. Und meiner Meinung nach ist der Knochen dasGeld allemale wert.

Zur Haptik:
Der Knochen ist sehr klein. Trotz Lektüre der wenigen Erfahrungsberichte im Internet war ich äußerst skeptisch. Hat man nach Auspacken und dem ersten Bestaunen den richtigen „Adapter“ für seinen iPod gefunden (es liegen 10 solcher Schablonen dabei für die verschiedenen Ausführungen), kann es aber auch direkt losgehen. Der Knochen ist aus mehr oder weniger stabilen Plastik, nicht zu schwer, nicht zu leicht. An sich ein solides Teil, man hat keine Angst dass er auseinanderfällt, wenn man ihn in die Hand nimmt und man kann ihn auch ruhigen Gewissens mal eben in einem Rucksack transportieren.

Zur Bedienung:
Der Knochen besitzt 4 Tasten. EIN/AUS, Lauter, Leiser und BassBoost. Die Liedauswahl läuft über den iPod, lässt sich dann aber auch bequem über die kleine, mitgelieferte Fernbedienung steuern. Lautstärkereglung ausschliesslich über den Knochen. Ist der Knochen eingeschaltet, leuchtet mittig eine gelbe Diode. Der iPod kann während des Betriebs auch problemlos herausgezogen werden. (nicht bei Anschluss an den PC).  Insgesamt ist die Bedienung ziemlich komfortabel, die Knöpfe sind gut zu bedienen und übersichtlich angeordnet (ist ja auch einfach bei 4 Stück).

Zum Klang:
Der Klang vom Knochen ist für Größe und Preis des Gerätes mehr als akzeptabel. Es stört auch nicht, dass der Klang etwas platt daher kommt, aber es erstaunt doch immer wieder, was aus dem kleinen Brüllwürfel so rauskommt. Für meine Bedürfnisse reichen Lautstärke und Klangqualität absolut. Vor allem in Sachen Qualität: wenn ich Qualität hören will, höre ich weder über den Knochen, noch über den iPod. Dreht man allerdings voll auf, übersteuert der Knochen dann irgendwann schon. Der BassBoost, den ich bislang immer eingeschaltet habe, sollte dann besser ausgeschaltet werden. Es können natürlich keine großen Räume beschallt werden und das Teil kann auch nicht mit allen PC-Boxen mithalten, ist dafür aber auch kompakt und lässt sich (auch) über Batterien/Akkus betreiben.  Insgesamt ist der Klang zufriedenstellend.

Zur Stromversorgung:
Mitgeliefert wird ein Netzteil, was die Stromversorgung sicherstellt, wenn eine Steckdose in der Nähe ist. Ansonsten kann der Knochen über 4 AA-Batterien betrieben werden. Laut Anleitung dann mit reduzierter Leistung. Für mich ist dieser Leistungseinschnitt kaum hörbar, da der Knochen von mir kaum so laut betrieben wurde bzw. wird oder  vorher dann übersteuert. Das Teil hat ganz klar seine Grenzen und man sollte auch nicht vergessen wofür es ausgelegt ist. Die erste Ladung Batterien ist noch immer nicht leer, ich kann hier und jetzt leider nicht beurteilen, wie lange eine Ladung hält (auf jeden Fall mehrere Stunden, ich schätze mal vorsichtig 6-7 Stunden, was sicher von der Lautstärke abhängt. Möglicherweise sogar weitaus länger, ich habe die Zeit nicht gemessen). Eine praktische Funktion: wird der Knochen über Netzteil betrieben, wird der iPod aufgeladen. Im Batteriemodus natürlich nicht.

Zu den Anschlüssen:
Neben dem Stromanschluss gibt es an der hinteren Seite einen USB Anschluss und einen Line-In (Klinke). Funktion erklärt sich von selbst: Line-In zum Anschluss anderer Audioquellen über Line und USB zum Anschluss an den PC. Der Knochen funktioniert im letztern Fall als iPod-Dock als hätte man ihn über Kabel an den PC angeschlossen. Der Knochen selbst muss dazu nicht eingeschaltet sein. Ob man diese Funktion nutzt ist die andere Frage, man kann auch direkt das iPod Kabel nehmen und hat nicht den Knochen auf dem Schreibtisch stehen, ist aber egal – das Teil nimmt kaum Platz weg. Ich nutze es gerne so.

Zum Zubehör:
Es wird reichlich Zubehör mitgeliefert, was mich sehr gefreut hat. Netzteil zum Betrieb an der Steckdose. Ein Klinke-Klinke Kabel (ca. 40cm – ja, das ist Kurz, aber mehr braucht man nicht) zum Line-Betrieb. Ein USB-Kabel zum Betrieb am PC. Fernbedienung samt Knopfbatterie. 10 Einsätze für die verschiedenen unterstützten iPod-Modelle.

Zur Kompatiblität:
Auf der Teufel-Seite findet man aufgelistet, welche Modelle unterstützt werden. Per Aufkleber wird auch noch gewarnt, dass die neueren, nicht unterstützten Modelle, Schäden bei Benutzung davon tragen können. Hintergrund ist, dass Apple den Anschluss geändert hat. Daher funktionieren die neueren Modelle nicht mit dem Teufel-Knochen.

Fazit:
Das wichtigste vorweg: Ich bereue meinen Kauf nicht. Die Bedienung ist unkompliziert, das mitgelieferte Zubehör lässt keine Wünsche offen (auch Batterien werden nicht vermisst, wer das Teil wirklich portabel nutzen will legt sich gute Akkus zu), der Klang überzeugt bei diesem Preis-Leistungsverhältnis! Sicher: es ist zwar weder ein Bass-, noch ein Klangwunder. Auch kann man damit keine Hallen beschallen, aber zum portabeln Musikhören ist das Teil top. Ich nehme es gerne mit ins Bad oder in die Küche, wo ich keine Stereoanlagen habe, am PC ist der iPod auch (mehr oder weniger) schnell (scheiss iTunes) wieder verbunden. Daher kann ich hier guten Gewissens eine Kaufempfehlung geben, zumal zu diesem Preis. Wegen kleiner Abstriche im Sound „nur“ 4 Sterne, es hätten aber bei diesem Preis-/Leistungsverhältnis auch 5 sein können. Ich weiss nicht, was vergleichbare Geräte anderer Firmen in Punkto Soundqualität zu bieten haben, sie kosten aber mindestens das doppelte. Hier setzte Teufel auf die Kompaktheit des Knochens und kann mit dem Klang torztdem begeistern.

Alles was zu sagen bleibt, ist: „klein aber oho!„.

Schreibe einen Kommentar